Rieden

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Wo unser Wein wächst

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Boden & Klima

Typisch für das rund 200 bis 300 Meter hoch gelegene Kamptal sind heiße Tage und kühle Nächte im Sommer, sowie lange sonnige Herbstperioden. Diese kontrastreichen Bedingungen verleihen den Kamptal-Weinen ihren unvergleichlichen, kristallklaren, mineralischen Charakter.

Grundsätzlich ist das Kamptal durch den Gegensatz von den trichterförmig aus Südosten einströmenden – gleichzeitig wärmenden – pannonischen Einflüssen und den aus dem Nordwesten einstreichenden kühlen Winden des raueren Waldviertels geprägt. Diese Kontraste sorgen auch nach heißen Tagen für eine deutliche nächtliche Abkühlung, die für die besonders feine Aromenausprägung der Weine verantwortlich ist. Die lange Vegetationsperiode im Kamptal bis in den Spätherbst hinein gibt den Trauben die Chance, ihre physiologische Reife zu erreichen. Das Kamptal ist im Norden durch die Hochfläche des Waldviertels und im Nordosten durch den Manhartsberg gegenüber zu starken Kälteeinbrüchen geschützt.

Die geologischen Bedingungen im Kamptal könnten kaum vielfältiger sein. Auf der einen Seite schieben sich vom Westen her die Gesteine der böhmischen Masse heran- in erster Linie Gföhler Gneis und Glimmerschiefer, aber auch Urgesteins-Verwitterungsböden, die zum Teil nur mit einer dünnen Auflage von Humus überdeckt werden. Sie sind ebenso wie der extrem seltene, verwitterte Wüstensandstein aus dem Perm, der das Herzstück des Heiligenstein dominiert, geradezu ideale Partner für hochklassige Rieslinge und Grüner Veltliner.

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Ried Seeberg

Eine nach Süd und Südwest ausgerichtete Lage auf etwa 300 m Seehöhe. Bis an die Oberfläche reichen hier die silbrig glitzernden Glimmerschiefer mit Einschaltungen von Amphibolit. Darauf entwickeln sich schluffig-sandige Verwitterungsböden, meist kalkfreie Felsbraunerden. Das besondere Spannungsverhältnis zwischen heißen Tagen und kühlen Nächten lässt die Trauben langsam reifen und in den Weinen eine hohe Fruchtigkeit hervorbringen. Hier gedeihen besonders vielschichtige Grüne Veltliner.

Ried Irbling

Das Gebiet des Irbling erstreckt sich von 300 bis 400 Höhenmeter. Diese großteils steil abfallende Südlage liegt im klimatischen Spannungsfeld zwischen extremer Bodenerwärmung und nächtlichen Kaltluftströmen. Die Riede liegt an den Ausläufern der Waldviertler Gneis-Schiefer-Platte, welche prägend für das Terroir dieser Weine ist. Voraussetzungen, die für fruchtige, feingliedrige Rieslinge optimal sind.

Weine dieser Riede

Ried Heiligenstein

Der Heiligenstein mit seinem rötlichen, verwitterten Wüstensandstein und den Konglomeraten aus Vulkanbestandteilen ist eine der besten Riesling-Lagen im Anbaugebiet. Zwischen den Rebflächen findet sich eine Flora und Fauna, wie sie sonst nur in weit südlicheren, mediterranen Gegenden anzutreffen ist. Auf den Terrassen gedeiht der Riesling in seiner besonders feinwürzigen Ausprägung. Das harte Muttergestein gibt die lagenspezifischen Mineralstoffe in die Traube ab und schafft Terroir-bestimmte Weine. Die muschelförmige nach Süden geöffnete Kessellage bildet ein besonderes Mikroklima, das die sortentypischen Fruchtaromen im Riesling fördert.

Weine dieser Riede

Rebsorten dieser Riede

  • Riesling

Ried Eichelberg

Der Boden entstand im trockenen, kalten Klima der Eiszeit. Durch hohen Druck von Gletschern wurden Gestein wie Quarz, Kalk, Glimmer und Lehmpartikel pulverisiert. Diese Böden leiden kaum unter Trockenheit, da der Löss ein enormes Feuchtigkeitsreservoir bietet. Dank der Tiefgründigkeit können die Rebstöcke hier sehr tief wurzeln und überstehen damit auch längere Trockenperioden fast unbeschadet. Entsprechend dem Bodentypus gedeihen hier besonders konzentrierte und vielschichtige Grüne Veltliner.